07 Mi Dez | 2022


Doors open: 20:00

presented by CHIMPERATOR LIVE, ARCADIA LIVE & ARENA WIEN

Sind Kind Kaputt gerade aus einem Alptraum erwacht oder ist es schlicht das reale Leben selbst, das sortiert werden muss? In ihren neuen Songs räumt die Band aus Leipzig mit der Destruktivität auf und hat den Mut zum pointierten Fingerzeig. Ein Schritt, mit dem das Quartett nicht nur thematisch eine neue Deutlichkeit gewinnt, sondern im Herausschlagen aus dem Dickicht des Lebens auch einen ganz neuen Sound findet. Analog zur geradlinigeren Lyrik klingt der neue Kind-Kaputt-Sound geradezu schnörkellos und gleichzeitig eigenständiger denn je. Musik, die die Lasten des Alltags nicht auslöschen kann, aber dir die Hand reicht, wenn es aussichtslos erscheint.

Das 2019 veröffentlichte Kind-Kaputt-Debütalbum „Zerfall“ war ein bildgewaltiger Monolith, dessen Titel allein schon seine destruktive Ader unterstreicht. In zwölf konzeptuell zusammenhängenden Songs formulierte die Band um Sänger Johannes Prautzsch, Drummer Mathis Kerscher, Gitarrist Konstantin Cajkin und Videograph Fabian Willi Simon die Geschichte einer ganzen Generation, die nach Halt suchte. Wie aber macht man nach einer Platte weiter, die die Sorgen einer fragilen Lebensrealität zwar zielsicher auf den Punkt brachte, aber kaum nach Auswegen suchte?

Kind Kaputt klingen vielleicht auch durch die Nachwirkungen einer massiven Platte wie „Zerfall“ auf ihren neuen Songs so, als hätten sie sich noch einmal ganz neu entdeckt. Denn plötzlich meint man, in den Songs wieder etwas Kontur im Weltschmerz zu finden. Kind Kaputt haben ihren Sound radikal aufgeräumt und dabei das Kunststück vollbracht, trotzdem nicht in Banalitäten abzudriften. Die gigantischen Soundwände weichen strukturierten, nach vorne weisenden Alternative-Melodien, die durch ihre einnehmende Melodik umso mitreißender wirken.Es spricht für die Weitsicht von Kind Kaputt, dass ihre neuen Songs trotz ihrer herausdestillierten Schärfe nicht den Blick fürs Wesentliche verlieren. Denn natürlich ist die Welt auch nach dem „Zerfall“ nicht plötzlich in Ordnung, vielleicht ist sie sogar schlimmer denn je. Aber womöglich wirkt kluge Reflektion manchmal stärker als Selbstzerstörung. Diese Musik braucht es gerade – besonders dann, wenn die Realität um sie herum noch so viel ruheloser erscheint.2022 darf man nicht nur musikalisch noch einiges von der Band erwarten, sondern kann sich auf der „Morgen ist auch noch kein Tag“ Tour live mitreißen lassen.


„Wenn du jetzt machen würdest, was du eigentlich schon immer machen wolltest - was würdest du tun?“ Als dieser Spruch 2019 auf dem gemeinschaftlichen Küchenkalender auftauchte, war für Lisa-Anna (sie/ihr) und Lennart (er/ihn) sofort klar: „Lass ma auf die Bühne und Leute anbrüllen! Also nicht böse, aber einmeißelnd!“ Was daraus entstand, nennt sich heute ELL und ist ein Duo, das mit wenigen Instrumenten und weiblicher Stimme die Schönheit einer Schlagbohrmaschine mit der Power einer duftenden Kirschblüte vereint. Oder umgekehrt? Wer vermag das schon zu beurteilen! Jedenfalls kommt am Ende das an, was sie machen wollen. Badabumm! Das ist Krach-Pop! Auf ihrer Debüt-EP “Wir sind” (produziert von und mit Kurt Ebelhäuser) und dem gleichzeitig veröffentlichten Episodenfilm gibt’s die volle Pracht zum maßlosen Genusse. Guten Appetit!

Vorverkauf/Presale € 18,- (+ € 2,50,- Gebühren)
Abendkasse/Doors tba.

Veranstaltungsort:
Arena Wien - Dreiraum

Adresse:
Baumgasse 80
1030 Wien




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